Erntebericht 2023

Das diesjährige Traubenabenteuer hatte es also in sich. Stell dir vor, du kämpfst einen Sommer lang mit unvorhersehbarem Wetter und stürzt dich dann in die Ernte, bewaffnet mit einem glänzenden neuen Keller und einer Presse. Am Anfang war es ein bisschen chaotisch, aber unser zuverlässiges Team, unsere Freunde und unsere Familie haben sich in unserer kleinen Wahlheimat zusammengetan.

Die Zahlen? Satte 9.000 Bruttoliter von nur 2 Hektar Land. Die Ernte? Eine anständige Zeit vom 15. September bis zum 18. Oktober. Den Anfang machten die Spätburgunder, von denen jeder seinen ganz eigenen Charakter zeigte – Sonnenuhr, Klosterberg und Schloßberg, jeder auf seine Weise. Diesmal gab es keinen Rotwein, denn die Schalen und Tannine wollten nicht mitspielen. Stattdessen entschieden wir uns für Blanc De Noir(s), Rosé und einen kleinen Rotling, die alle in neuer und neutraler französischer Eiche reiften.

BURGUNDER WÜNDER

Wir haben uns mit den Spätburgundern beeilt, um die lästigen „Säurefliegen“ zu vermeiden, die im Moseltal ihr Unwesen treiben. Die Trauben hatten zwischen 82 und 90 Öchsle und verführten uns mit einer Nase voller blumiger Noten – Rosenblätter und rote Früchte mischten sich im Saft vor der Gärung.

Dann kommen Chardonnay und Bacchus, die Neuen im Bunde. Sie geben uns die Chance, den Kabinett-Stand aufzumischen und über die üblichen KING (Pinot Noir) und QUEEN (Riesling) hinauszugehen. Bacchus macht es sich mit knackigem Riesling gemütlich, der in eine entspannte Petnat-Flasche abgefüllt wird, während der Chardonnay in französischer Eiche mit einem Hauch von Petnat-Vibes abhängt. Wir bringen die vielfältigen Aromen der Mosel in dein Glas, kein Feuerwerk, nur richtig guten Wein.

RIESLING BETRETEN

Jetzt ist der Riesling an der Reihe und stiehlt unseren trockenen Kreationen auf jeder Erntestufe das Rampenlicht. Dieses Jahr gibt es keine ausgefallenen BA- oder TBA-Rieslinge – wir waren versucht, aber auch Winzer brauchen mal ein Nickerchen. Das Jahr war heiß, die Ernte zog sich in die Länge und wir hatten viel zu sortieren, aber die kühlen Nächte haben uns dabei geholfen. In der Maringer Sonnenuhr haben wir drei Wochen lang täglich geerntet. Herausgekommen sind ein Kabinett, eine Spätlese und zwei kühne Auslesen, eine vom Honigberg und die andere von der Sonnenuhr. Wunderschöne weiße Blumen und Apfelblüten durchdrangen die Riesling-Säfte

Im Keller haben wir auf traditionelle Fuderfässer umgestellt. Ein Teil dieses Jahrgangs macht gerade sein Winterschläfchen. Und der Rest? Er ist in Pétillante Naturel, von When Life Gives You Lemons bis zum Hip Hopfen, und ein Treffen mit Bacchus für eine entspannte Veröffentlichung im Dezember. Auf ein Jahr voller Traubenabenteuer und das Versprechen, dass noch mehr kommen wird.

Bleib dran & SANTÉ! 🍇🥂

Tanja, Philippe, Claire & Henry

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